„Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen,
sondern unsere Sicht der Dinge“
Epiktet
Stress ist der Zustand, in dem wir uns befinden, wenn wir Anspannungen und Anpassungszwängen ausgesetzt sind, die uns aus dem persönlichen Gleichgewicht bringen können und bei denen man seelisch und körperlich unter Druck steht. Er umfasst die Belastungen, Anstrengungen und Ärgernisse, denen wir täglich in unserer Umwelt begegnen. So definierte der ungarisch-kanadische Mediziner Hans Seyle 1950, dieses uns allen bekannte Phänomen. Unseren Vorfahren dienten die natürlichen Stressreaktionen wie: Steigerung von Blutdruck, Puls und Atemfrequenz¬ zur Mobilisierung aller Körperreserven, in Gefahren-situationen. Aufgrund dieser Mechanismen ist der Körper innerhalb kürzester Zeit kampf- und fluchtbereit.
Der moderne Mensch kann in Situationen, die er als schädlich oder bedrohlich empfindet, meist weder fliehen noch kämpfen. Die frei werdenden Energien können nicht abfließen und richten sich daher oft, wenn sie nicht gebraucht werden, gegen den eigenen Körper.
In Stresssituationen, die rasch wieder vorübergehenden, fängt der Körper diese Reaktionen auf. Besteht jedoch Dauerstress im Körper können Magen und Darmprobleme, Verspannungen, Rücken- und Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen und andere ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen entstehen. Der lebensnotwendige Stress wird dann zu einem ungemütlichen Bumerang.